EV24 Managementsystem für Ladestationen in Plug & Chill

Plug & Chill: lokale Energie für EV-Fahrer
Plug & Chill ist ein Projekt der Jagiellonen-Universität, das prüft, wie lokale Überschüsse aus Solarenergie zum Laden von Elektrofahrzeugen genutzt werden können. Es geht nicht nur um eine weitere Ladestationskarte. Das Projekt entwickelt ein Kooperationsmodell zwischen kleinen Unternehmen, Prosumern, EV-Fahrern und der Community der App-Nutzer.
Der Pilot wird in Krakau im Rahmen des Programms NEEDS Repowered umgesetzt. Die zentrale Idee ist einfach: lokal erzeugte Energie soll stärker lokal genutzt werden. Für Unternehmen mit PV-Anlagen bedeutet das eine bessere Nutzung von Überschüssen. Für EV-Fahrer bedeutet es Zugang zu Ladepunkten, die in echte städtische Infrastruktur eingebettet sind.
Für EV24 ist das ein praktisches Beispiel für Software für Ladestationsbetreiber in einem Projekt, das Energieinnovation mit dem realen Betrieb von EV-Infrastruktur verbindet. Die EV24-Plattform liefert die Ebene, die für Ladepunktmanagement, Sitzungsmonitoring, Abrechnung von Ladevorgängen, Rechnungsstellung und API-Integration benötigt wird.
Welches Problem löst das Projekt?
In Krakau und der Region Małopolska wächst die Zahl der Photovoltaikanlagen, aber ein Teil der erzeugten Energie wird weiterhin nicht am Ort der Erzeugung verbraucht. Gleichzeitig brauchen EV-Fahrer ein dichteres, bequemeres und verlässlicheres Ladenetz.
Plug & Chill beantwortet beide Herausforderungen mit einem Modell:
- Verbindung lokaler Prosumer mit EV-Fahrern,
- Entwicklung des Konzepts gemeinschaftlicher Ladepunkte mit PV-Energie,
- Entwicklung geschäftlicher und regulatorischer Bedingungen für Energy Sharing,
- Aufbau einer Community rund um lokale Ladepunkte,
- Sammlung von Pilotdaten und Nutzerfeedback, um zu prüfen, welche Elemente skalierbar sind.
Das ist wichtig, weil die Energiewende nicht nur auf der Ebene großer Netze und zentraler Investitionen stattfindet. Lokale Systeme gewinnen an Bedeutung: ein Unternehmen mit PV-Anlage, ein Parkplatz, eine Ladestation, ein Fahrer und ein System, das alles zuverlässig verbindet.
Die Rolle der Jagiellonen-Universität
Das Projekt Plug & Chill wird von einem Team des Instituts für Soziologie der Jagiellonen-Universität unter der Leitung von Dr. hab. Aleksandra Wagner, Professorin an der Jagiellonen-Universität, geführt. Dieser Kontext ist wichtig: Untersucht werden nicht nur technologische Fragen, sondern auch soziale und organisatorische Bedingungen des Energy Sharing.
In der Praxis bedeutet das Arbeit an einem Modell, das für Teilnehmende verständlich, für kleine und Kleinstunternehmen handhabbar und mit regulatorischen Einschränkungen vereinbar sein muss. Der Anwendungsteil und die Marktentwicklung werden von CITTRU - dem Technologie-Transferzentrum der Jagiellonen-Universität unterstützt.
Die Plug & Chill App
Der sichtbare Teil des Projekts ist die Plug & Chill App. Ihre Aufgabe ist es, zwei Seiten des lokalen Energiemarkts zu verbinden: Unternehmen oder Prosumer, die einen Ladepunkt bereitstellen, und Fahrer, die ihn nutzen möchten.
Aus Sicht der Nutzer funktioniert die App als Karte und Einstiegspunkt in den Service. Aus Projektsicht ist sie mehr als das: eine Schnittstelle zum Testen des gesamten Kooperationsmodells, von Reservierungen und Verfügbarkeit bis zur Kommunikation mit Nutzern und den Daten, die für die Bewertung des Piloten benötigt werden.
Wo EV24 in diesem Modell wirkt
EV24 unterstützt Plug & Chill als EPMS-Klasse Managementsystem für Ladestationen, also als Plattform zur Verwaltung von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Im Projekt stellt EV24 die operative Ebene bereit, die aus der Idee einer gemeinschaftlichen Ladestation einen Service macht, der gestartet, überwacht und abgerechnet werden kann. Das ist dieselbe Art von Backend, die CPOs, Eigentümer von Ladestationen, Investoren und Unternehmen benötigen, die Laden für Kunden oder Mitarbeitende anbieten.
EV24 bringt Funktionen ein, die Betreiber von Ladestationen brauchen:
- Management von Ladestationen und Ladepunkten,
- Verarbeitung von Ladesitzungen und Monitoring des Infrastrukturstatus,
- Abrechnung von EV-Ladevorgängen,
- Rechnungsstellung für Ladesitzungen und Buchhaltungsdokumente,
- Zahlungsabwicklung und kommerzielle Modelle,
- Compliance-Unterstützung, einschließlich regulatorischer Anforderungen an Ladeinfrastruktur,
- Betriebsdaten für Reporting und Pilotanalyse.
Dadurch kann sich Plug & Chill auf das Energy-Sharing-Modell und die Community Experience konzentrieren, statt ein vollständiges Betreiber-Backend für Ladestationen von Grund auf zu bauen. Aus geschäftlicher Sicht zeigt das, wie ein CPO-System die Einführung eines neuen Ladeservices beschleunigen und operative Kosten reduzieren kann.
API als Grundlage der Integration
Ein zentrales Element der Zusammenarbeit ist die EV24 API. Über sie konnte die Plug & Chill App mit den Systemfunktionen für Laden, Infrastruktur und Sitzungsdaten verbunden werden.
In der Praxis bildet die API die Brücke zwischen der Nutzer-App und dem Betreibersystem. Die App kann ihre eigene Oberfläche, eigene Community-Logik und eigene Datenpräsentation entwickeln und gleichzeitig die ausgereifte technische EV24-Ebene für Ladestationen nutzen. Für Unternehmen, die eigene EV-Produkte bauen, bedeutet das: Apps, Zahlungen, Sitzungsdaten und Ladeinfrastruktur können integriert werden, ohne ein vollständiges Backend neu aufzubauen.
Dieses Modell ist besonders wichtig für Pilot- und Innovationsprojekte. Forschungs- und Produktteams müssen nicht das gesamte CPO-Ökosystem nachbauen: Ladestationsmanagement, Sitzungen, Zahlungen, Abrechnung, Rechnungsstellung und regulatorische Konformität. Sie können ihre eigene App auf einer stabilen Grundlage entwickeln, die reale E-Mobility-Prozesse bereits unterstützt.
Was Unternehmen aus diesem Modell lernen können
Plug & Chill zeigt deutlich, dass der Start eines EV-Ladeservices mehr erfordert als eine Ladestation. Benötigt wird ein System, das Zugang, Preise, Zahlungen, Reports und Buchhaltungsdokumente verwaltet. Für Eigentümer von Ladestationen, CPOs und Unternehmen, die eigene EV-Apps entwickeln, bedeutet das die Wahl eines Backends, das integrationsbereit ist.
EV24 kann diese Rolle als Plattform für Ladestationsmanagement und Abrechnung von EV-Ladevorgängen übernehmen. Durch API-Zugang, Zahlungsabwicklung, automatische Abrechnungen und Compliance-Unterstützung kann das System sowohl in Pilotprojekten als auch in kommerziellen Ladenetzen eingesetzt werden.
Warum das für den Markt wichtig ist
Plug & Chill zeigt eine Richtung, die für E-Mobility immer wichtiger wird: Laden muss nicht nur von großen Ladepunktbetreibern entlang großer Routen angeboten werden. Es kann auch näher an lokalen Unternehmen, Parkflächen und Communities entstehen, besonders dort, wo bereits lokale Energieerzeugung vorhanden ist.
Dieses Modell verlangt das Zusammenspiel mehrerer Bereiche: Forschung zum Nutzerverhalten, lokale Partner, eine App für Fahrer, regulatorische Konformität und ein System, das Infrastruktur professionell betreiben kann. In dieser operativen Ebene bringt EV24 seine Erfahrung ein.
Zusammenfassung
Plug & Chill ist ein Projekt der Jagiellonen-Universität, das ein praktisches Modell für lokales Teilen von Solarenergie zwischen Prosumern und EV-Fahrern entwickelt. EV24 unterstützt es als EPMS-Backend: ein System für Stationsmanagement, Sitzungen, Abrechnung, Rechnungsstellung und Compliance.
Das wichtigste Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist die Möglichkeit, eine innovative App und ein Community-Modell aufzubauen, ohne auf eine professionelle Betreiber-Ebene zu verzichten. Dank der EV24 API kann die Plug & Chill App ihre eigene User Experience entwickeln und gleichzeitig auf die Infrastruktur zurückgreifen, die für echte Ladeservices notwendig ist. Das ist ein gutes Beispiel für Organisationen, die Software für Ladestationsmanagement, automatische Abrechnung von EV-Ladevorgängen und die Integration einer eigenen App mit Ladeinfrastruktur suchen.
FAQ
Was ist Plug & Chill?+
Plug & Chill ist ein Projekt der Jagiellonen Universität rund um Zugang zu EV Laden und Nutzererlebnis, unterstützt durch eine Anwendung, die mit Ladeinfrastruktur verbunden ist.
Welche Rolle spielt EV24 in Plug & Chill?+
EV24 unterstützt das Projekt als EPMS Backend für Ladestationsmanagement, Abrechnung, Fakturierung, Compliance und API Zugang.
Warum ist API Zugang in diesem Projekt wichtig?+
APIs ermöglichen der Plug & Chill Anwendung, Ladeinfrastrukturdaten und Betriebsfunktionen zu nutzen, ohne ein komplettes Ladebackend neu zu bauen.